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Exkursion Meeresbiologie PULA

29. Juni – 5. Juli 2007

Am Ende einer ziemlich anstrengenden 7. Klasse erwartete uns Naturwissenschaftler eine Reise nach Kroatien. Die offizielle Bezeichnung dieser Exkursion lautete „Meeresbiologische Übungen in Pula“, was zugegebener Maßen nicht wirklich spannend klingt. Da unsere Vorgängerklasse diese Reise nicht angetreten ist, konnten wir niemanden ausquetschen und wussten demnach nicht was uns erwartete. „Na ja, so schlimm kann es ja eigentlich nicht werden, schließlich sind wir am Meer und die Lehrer können uns nicht ständig beaufsichtigen“, dachte sich wohl so Mancher im Laufe des Schuljahres. Für einige meiner Mitschüler war diese Exkursion eine willkommene Reise in Richtung Heimat, aber auch die Anderen freuten sich auf die Woche am Meer.

Doch was uns dort erwartete war besser, sehr viel besser; wir hatten nicht nur eine großartige Hetz und lachten viel sondern wurden dabei auch noch (teilweise) braun und lernten was (was laut unserer Lehrer ja eigentlich im Vordergrund stehen sollte).

Auch die Action kam nicht zu kurz: So wären wir fast aus der Jugendherberge geflogen, machten einige - unfreiwillige - Nachtspaziergänge, wobei der eine  auf den weiblichen Orientierungssinn zurückzuführen und der zweite der kläglich gescheiterte Versuch von Mr. P. war, uns ins kroatische Nachtleben einzuführen .... doch dazu später ....

Alles begann am 29. Juni am Messeparkplatz, von wo wir mit dem Bus nach Pula fuhren. Als wir endlich in der Jugendherberge in Valsaline ankamen konnte man in vielen Gesichtern Freude, aber auch Enttäuschung lesen. Das Gebäude, na ja, der erste Eindruck war nicht berauschend, was das Meer jedoch ohne Probleme wieder wett machte: total klar, Schotterstrand, herrlich kühl zum Schwimmen, daneben Klippen zum Klettern .... einfach traumhaft!

Am Abend lernten wir Jürgen und Manuel von der gegenüberliegenden Meeresschule kennen und ließen ihn dann bei Pizzen und Getränken - selbstverständlich alkoholfreien -  ausklingen.

Am nächsten Vormittag lernten wir Gerwin, den Gründer der Meeresschule, kennen und von Jürgen und Manuel das richtige Schnorcheln. Danach beschäftigten wir uns mit der Suche nach Meerestieren und beobachten diese mit einer speziellen Kamera.

Ja, nun zum ersten unfreiwilligen Nachtspaziergang: am Abend waren wir in der Stadt und hatten bis 11 Uhr Freigang. Pünktlich wie die Nawis der 7b sind trafen wir alle rechtzeitig ein - wenn auch mit Blasen an den Füßen -  und brachen in Richtung Jugendherberge auf. Auf dem Weg dorthin verloren wir Mr. P., nahmen einige falsche Abzweigungen, mit dem Ergebnis, dass wir dann irgendwo in der Pampa standen und keine Ahnung hatten wohin nun.  Durch die Dolmetschkünste von Jelena und Dzenita bekamen wir dann doch noch eine Wegbeschreibung, die sich als richtig erwies und unsere Jungs, Matthias und Michi, bewahrten uns vor weiteren Irrwegen indem sie sich nicht beirren ließen und trotz Widerspruchs ihre Wegvariante einschlugen und Recht behielten.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Der Grund, dass es überhaupt zum zweiten nicht ganz freiwilligen Nachtspaziergang kam, war der, dass wir uns das kroatische Nachtleben anschauen wollten, um einen Vergleich zum österreichischen zu bekommen. Mr. P. erklärte sich bereit mit uns die Umgebung unsicher zu machen, nur dass es nichts zum Unsichermachen gab, konnte leider niemand vorausahnen, und so waren die (teilweise sehr sehr langen) Stylingepisoden  leider vergeblich....

Zur Geschichte, dass wir fast aus der Jugendherberge geflogen wären gibt es folgendes zu berichten: Alfred und Steve spritzten mit ihren überdimensionalen Wasserspritzpistolen Mr. P. nass, einige anwesende Schüler amüsierten sich köstlich als Mr. P. in seiner Kabine verschwand. Unterdessen kam die Leiterin der Jugendherberge (im Folgenden nur noch Chefin genannt) angelaufen und fing an uns niederzumachen und zu beschimpfen, was wir uns eigentlich einbildeten, welche Kultur wir Österreicher hätten ... . Als ihre Beschimpfun-gen dem Höhepunkt nahe waren, kam der ahnungslose Mr. P. mit einem roten Putzkübel voller Wasser und schüttete ihn Alfred über den Kopf. Dann war der Ofen sowieso aus; schlimmer hätt´ es nicht mehr werden können; sie wollte uns sofort draußen haben, ohne Kompromisse. Dass wir doch dort bleiben durften, verdankten wir der eitlen Ader der Chefin, sie wollte unsere Entschuldigung noch nicht einmal anhören .... .

Da unsere Bleibe nun doch noch gesichert war, machten wir uns wieder auf den Weg in die Meereswelten Pulas. Wir fuhren mit einem Boot zu einer Steilküste, wo die Mutigen bei sehr hohem Wellengang  in einer Höhle schnorchelten und anschließend von 9 Meter hohen Klippen sprangen.

Im Bezug auf Verletzungen verlief die Woche relativ ruhig, es gab keine schwerwiegenden Verletzungen außer mehrere Schürf- und Schnittwunden, welche entweder von der Mauer, über die täglich geklettert wurde, von den spitzen Felsen (die gibt es in Österreich ja nicht in dieser Form, daher war eine gewisse Gewöhnungszeit notwendig) stammten, oder Reliquien aus dem Kampf mit der Eingangstür aus Metall (Prof. Klima) waren. Hinsichtlich dieser Fülle an kleinen Verletzungen lohnte es sich doch immer wieder genug Verbandsmaterial zur Verfügung zu haben.

Abschließend kann ich nur allen Naturwissenschaftlern der nächsten 7. Klassen empfehlen, wenn sich die Möglichkeit bietet, an der Reise nach Pula teilzunehmen, es ist ein totaler Kontrast zu den übrigen Schullandwochen und eine großartige Belohnung für das anstrengende vorletzte Schuljahr.

Beatrice Gruber 8bn

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