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Die Künstlerin Flora Neuwirth am BORG Monsberger

Auf Einladung unserer Professorin Frau Mag. Ursula Gschiel-Lampert kam am Mittwoch, dem 5. März 2008, die bekannte Künstlerin Flora Neuwirth gemeinsam mit der Kuratorin zum Abschluss und als Höhepunkt eines Projektes im Gegenstand Atelier zu einem Besuch in unsere Schule.

Auf Einladung unserer Professorin Frau Mag. Ursula Gschiel-Lampert kam am Mittwoch, dem 5. März 2008, die bekannte Künstlerin Flora Neuwirth gemeinsam mit der Kuratorin zum Abschluss und als Höhepunkt eines Projektes im Gegenstand Atelier zu einem Besuch in unsere Schule.

In ihren Werken beschäftigt sich die Künstlerin in erster Linie mit dem Aufheben der Grenzen zwischen Kunst und Alltagskultur. Für ihr Projekt „Symbolisches Kapital“ (2007) hatte sie einen Fotografen beauftragt, Ansichten von Graz und dem Stadtrand anzufertigen. Diese Bilder bearbeitete sie dann digital und ließ sie an Plakatwänden in der Nähe der Aufnahmeorte für zwei Monate aufhängen. Die Künstlerin wollte damit die Aufmerksamkeit auf städtische Strukturen lenken, die uns normalerweise entgehen.

Vor Weihnachten hatten wir den Auftrag, diese 22 Plakate aufzuspüren und zu fotografieren. Diese Fotos wurden dann an der Decke der Aula angebracht und sind dort auch noch heute zu betrachten.

Vor dem Gespräch mit der Künstlerin und der Kuratorin, das in sehr lockerer Atmosphäre stattfand und sehr interessant war, präsentierten zwei Schüler unserer Gruppe in einem kurzen Referat, das zum Teil sehr „kreativ“ war, Biographie und Werk Flora Neuwirths.

Die Künstlerin, die 1971 in Graz geboren wurde und heute in Wien lebt und arbeitet, erzählte uns sehr eindrucksvoll von ihrem Werdegang und ihren Projekten. So erfuhren wir, dass sie in ihrem Elternhaus schon sehr früh mit Kunst in Berührung gekommen war und an der HTL Ortwein in Graz aufgenommen wurde. Von 1991 bis 1995 studierte sie an der Akademie der bildenden Künste in Wien Bildhauerei und von 1994 bis 1995 an der Hochschule der Künste in Berlin visuelle Kommunikation. Ihre gesamte Studienzeit beschreibt sie als sehr interessant und spannend, kam sie doch mit vielen anderen Künstlern in Kontakt und arbeitete mit ihnen. Sie beteiligte sich an vielen Ausschreibungen und Wettbewerben. So gewann sie den von der Stadt Graz ausgeschriebenen „Kunst und Bau“ Wettbewerb im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Lendplatzes. Das Konzept sah die Entwicklung einer „sozialen Skulptur“ für den gesamten Lendplatz vor, von dem die dort ansässigen Geschäftsleute und die Bewohner profitieren sollten. Das Projekt bestand aus drei Bausteinen: die Homepage www.lendplatz.at, Plastikeinkaufssäcke in der Signalfarbe Pink, die an alle Lendplatzbesucher verteilt wurden und die Aufstellung eines großen Bildschirmes am Lendplatz. Leider wurde der letzte Teil, die Aufstellung des LED-Bildschirmes aus Kostengründen nicht verwirklicht und nach kurzer Zeit scheiterte das Projekt der Künstlerin aus verschiedenen Gründen.

Sehr beeindruckend erzählte Flora Neuwirth von weiteren Projekten in Graz, wie etwa von „fnsystems“, wo sie Gänge im LKH Graz mit grellen Farben wie Gelb und Magenta verkleidet und die Tagräume mit Designermöbeln ausgestattet hat. Die Wandverkleidung wurde auf Betreiben der Ärzte entfernt, die Möbel in den Aufenthaltsräumen sind nur mehr teilweise vorhanden.

Ein weiteres großes Projekt war die Fassadengestaltung des Flughafengebäudes in Graz.

Die Künstlerin erzählte sehr plakativ, wie schwer das Leben einer Künstlerin ist, ohne regelmäßiges Einkommen. Vor allem Frauen haben es sehr schwer in der Kunstszene, verdienen sie doch wesentlich weniger als Männer.

Sehr imponiert hat mir, dass Flora Neuwirth trotz aller Widerstände und Rückschläge – wie dem Scheitern vieler ihrer Projekte – ihrer Linie immer treu geblieben ist und sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt.

Anna Hansmann, 7d

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