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Von der Monarchie in die EU

Am 15. Jänner 2009 trafen sich Schüler der 8t-Klasse mit Schülern des Gymnasiums Slovenj Gradec, um sich mit der gemeinsamen Vergangenheit, aber auch Zukunft zu beschäftigen.

Nach einer kurzen Kennenlernphase, die anfänglich von ein bisschen Reserviertheit auf beiden Seiten geprägt war, machten sich österreichisch-slowenische Gruppen an die Ausarbeitung verschiedener Themenbereiche, die sich zeitlich vom Ende der Donaumonarchie bis hin zum EU-Beitritt Sloweniens erstreckten. Die Schüler mussten sich nun mit der eigenen Geschichte befassen. Zu behandeln waren Bereiche wie die Friedensverhandlungen von Saint Germain 1919, die Grenzziehung zwischen der Steiermark und dem SHS-Staat, die Abspaltung Sloweniens von Jugoslawien und der Beitritt Sloweniens zur Europäischen Union. Interessant war hierbei einerseits der Umstand, dass die Schüler viel Neues zur eigenen Geschichte erfuhren, und andererseits die Tatsache, dass sich die Sichtweise der österreichischen und slowenischen Schüler in manchen Bereichen der Grenzziehung von 1919 nicht deckten. So war ein und dieselbe historische Person für die eine Seite ein Kriegsheld, der noch heute verehrt wird, die andere Seite sah in dieser Person lediglich einen Aggressor, der ihren Vorfahren das Land streitig gemacht hatte. So konnten an diesem Vormittag nicht nur geschichtliche Erkenntnisse gewonnen werden, sondern auch alte Feindbilder und Klischeevorstellungen diskutiert und beseitigt werden.  

Den Abschluss dieses ersten von drei geplanten Projekttagen bildete ein Besuch der Ausstellung „Die Steiermark im November 1918“ im Landesarchiv. Hierbei konnten die Schüler noch Material für ihr Projekt sammeln und so manche Frage, die sich in den Arbeitsgruppen am Vormittag ergeben hatte, mit kompetenter Hilfe des Ausstellungsleiters klären.

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